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Kolumne: Alex´Corner
Alex´Corner ist die Formel-1 Kolumne unseres Experten Alex. Hier erfahrt Ihr immer die allerwichtigsten Neuigkeiten, geheime Trends, spekulative Vermutungen und alles, was der wirkliche F1-Fan begehrt. Da, wo sich der Laie wundert und der Fachmann staunt, da fängt Alex´Corner erst an..
In seinen wöchentlichen Telefonaten mit Bernie, Max und Co. dringt Alex in Sphären vor, die kein Kai Ebel zuvor gesehen hat...
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2000-03-03: Quo vadis Formula Uno?
Die Zeit steht nicht still. Diese alte Phrase hat wohl in kaum einem Bereich eine
so hohe Gültigkeit wie in der Formel 1.
Aber wir erleben zur Zeit einen wahrhaft epochalen Wandel mit. Ich meine hiermit
nicht den sicherlich symbolträchtigen Generationswechsel, welcher sich wunderbar
am Abschied Damon Hills und dem gleichzeitigen Erscheinen Jenson Buttons personifizieren
lässt. Auch den computer- oder materialtechnischen Quantensprünge die
von Jahr zu Jahr zu beobachten sind, möchte ich mich heute nicht widmen.
Heute möchte ich zum nachdenken anregen über ein Thema, welches sich
nach den Meldungen der letzten Wochen schon fast aufdrängt: Die Übernahme
der Formel 1 durch mächtige Automobilkonzerne. Vorbei sind die Zeiten, als
man sagen konnte: Tyrrell baut das Chassis, Cosworth den Motor. Und das nicht
allein deshalb, weil Tyrrell nicht mehr in der Formel 1 aktiv ist, sondern weil
Kooperation zwischen Chassishersteller und Motorhersteller so vielfältig
geworden ist, dass es schon fast nicht mehr möglich ist, hier eine Grenze
zu ziehen.
Und der Trend geht schon zur Übernahme. DaimlerChrysler ist Anteilseigner
bei McLaren, Ferrari ist eine Außenstelle aber trotzdem Herzstück von
Fiat, Ford hat Stewart gleich komplett übernommen und auch der Einstieg von
Renault bei Benetton könnte bei genauerer Analyse wohl ähnlich genannt
werden. Mit Toyota kommt in 2 Jahren ein weiterer Konzern hinzu, der mehr tun
will, als nur einen Motor zur Verfügung zu stellen
Keine Frage, es wird mehr Geld ins Spiel kommen, wodurch das technische und das
organisatorische Niveau nochmals ansteigen wird. Die Formel 1 wird weiter professionalisiert
aber auch kommerzialisiert. Bei der Fahrerwahl wird nicht nur wichtig sein, wie
schnell jemand ein Auto bewegen kann, inwieweit er ein Team voranbringen kann
und wie energisch er auf der Strecke kämpfen kann, sondern auch die Frage,
ob er seine Frau medienwirksam warnen kann, dass es glatt sein könnte.
Das größte Risiko sehe ich in der Langfristigkeit solcher Engagements.
Mit Ausnahme von Ferrari und ggf. Ford haben alle erfolgreichen Motorenhersteller
- BMW, Porsche Honda, Renault - nach einer mehrjährigen Erfolgsphase eine
Pause eingelegt und sich auf den wohlverdienten Lorbeeren ausgeruht. In der letzten
großen McLaren-Zeit in den späten 80-ern spielte es eine untergeordnete
Rolle, ob man nun mit Porsche oder mit Honda-Motoren antrat. Es war nur ein Motorenlieferant.
Aber was würde passieren, wenn Mercedes sich heute überlegen würde,
dass eine Pause von 5-7 Jahren ganz gut tun würde?
Bei allen aus diesem Trend erwachsenden Vorteilen, die auch aus meiner Sicht überwiegen,
mahne ich doch schon heute: Wehret den Nachteilen!
Und Teams wie Sauber, Arrows und Prost kann ich nur den einen Tipp mit auf den
Weg geben: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
Viel Glück und viel Segen - Didi Hegen !
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